![]() |
|
Spaces home 3-Rad Piaggio Power Obwa...PhotosProfileFriends | ![]() |
|
|
Aktuell / IndexStau ist nur hinten blöd - Vorne gehts!
........................................................
Index
Aktuell
Jahresprogramm 2008 / 1
Jahresprogramm 2008 / 2
Angebote
60 Jahre Ape Piaggio
3-Rad Veranstaltungen
und Berichte
3-Rad Piaggio Power Obwalden stellt sich vor
Statuten, 3-Rad Piaggio Power Obwalden
Ape-Imressionen
3- + 2-Rad Piaggio-Akrobaten, You Tube-Filme
Auf die Dauer, hilft nur Ape Power!
........................................................
........................................................
Jahresprogramm 2008
Jahresprogramm 2008 / 2
Angebote / 60 Jahre Ape Piaggio
........................................................
Angebote
Liebe Piaggio-Freunde
Heinz Estermann
E-mail: h1z@gmx.net
Tel. +41 41 550 62 00
Preisvorstellung: CHF 3'500.-
........................................................
60 Jahre Ape Piaggio
........................................................
Bienchen auf drei Rädern: Die Ape Typisch italienisch kommen sie dahergerattert: Die Marke Piaggio kennt man hierzulande eher durch ihre Motorroller. Die legendäre Vespa war und ist im Nachkriegsitalien das Fortbewegungsmittel schlechthin. Sie ist erschwinglich, praktisch und ökonomisch. Mit ihr kann man sich laut knatternd durch alle Staus schlängeln, und l`amore findet hintendrauf auch noch ein Plätzchen. Doch ein großes Manko hat die Vespa: Größere Lasten lassen sich mit ihr nicht transportieren. In den ersten Nachkriegsjahren war man gezwungen, mit einfachen Mitteln auszukommen. So kam den Ingenieuren von Piaggio die Idee, der „Vespa“, das heißt „Wespe“, eine größere Schwester hinzuzufügen, die „Ape“, was „Biene“ heißt. 1948 begann die Produktion der Ape im Viaggiowerk in Pontedera. Sie sollte die Vorteile des Rollers mit denen eines Lastentransporters verbinden. So wurde der Roller salopp gesagt hinten abgeflext und mit zwei Hinterrädern und einer Ladefläche versehen. Die so entstandene Ape erwies sich als das Allroundfahrzeug, auf das ganz Italien gewartet zu haben schien. Der minimalistische Kleintransporter wurde schnell zum „Brot- und Butter-Fahrzeug“. Klein und wendig, wie sie ist, findet sie ihren Weg auch durch die engsten Gässchen eines italienischen Bergdorfes und durch schmale Wirtschaftswege. Die relativ niedrigen Anschaffungs- und vor allem die geringen Unterhaltskosten machen sie beinahe für jedermann erschwinglich. Und so wurde die Ape zum Standardfahrzeug der Handwerker, Bauern und Kommunalbetriebe, auch eine Taxiversion und einen Sattelauflieger hat es gegeben. In unzähligen Versionen knattert das markante Dreirad durch Italien. Eisverkäufer füllen die Hörnchen von ihrer Ladefläche, Weinbauern laden ihre 25-Liter-Flaschen auf ihr ab, fliegende Händler bringen Berge bunter Billigkleidung mit ihr zum Markt, randvoll mit Oliven fährt sie zur Ölmühle, um mit großen Blechkanistern voll Olivenöl zurückzukehren, der Großvater karrt das Feuerholz mit ihr durch die Gassen und am Sonntag bringt er die Familie auf der Ladefläche zur Kirche. Obwohl der Siegeszug des Autos die Blütezeit der Ape enden ließ, prägt sie doch auch heute noch überall das Bild italienischer Straßen. Außerhalb Italiens ist sie kaum bekannt, was wohl daran liegt, dass sie nur in Italien von der Gesetzgebung begünstigt war. Das könnte sich ändern wenn die neue Führerscheinklasse S für Kleinstwagen, die im Moment zur Debatte steht, eingeführt wird. Die Geschwindigkeit dieser Fahrzeuge soll auf 45 km/h begrenzt sein, die Leistung auf 4 kW. Hierunter könnte auch die Ape 50 fallen. Die Ape ist unschlagbar im Unterhalt. Die Ape 50, das als Zweitakter betriebene Dreirad, verschlingt nur magere 100 € Versicherungskosten im Jahr und ansonsten nichts außer Sprit und den selten nötig werdenden Reparaturen, die der wackere Tüftler bei dieser klaren Technik meist selbst oder mit versierten Freunden ausführt. Und die Spritkosten sind bei einem Verbrauch von 3-4 Litern auf 100 Kilometern zudem auch recht überschaubar. Der Tank fasst übrigens satte 10 Liter.
Die Ape ist steuerfrei und unterliegt nicht der TÜV-Pflicht.
Die modernen Api werden als Cross mit Überrollbügel angeboten, als Pick Up oder als geschlossener Kastenwagen, der sich allerdings mit drei Handgriffen auch in einen Pick Up verwandeln lässt. Da es für die Ape ein breites Anwendungsgebiet gibt, wurden die merkwürdigsten Aufbauten entwickelt. Spezialisierte Firmen verwandeln die Standardape in die bizarrsten Vehikel. Als Benziner sind sie mit einem Hubraum von 50 bis 500 cm³ und als Diesel mit 500 cm³ lieferbar. Der Einzylinder-Zweitaktmotor mit 50 cm³ leistet 1,9 kW, das sind gut zweieinhalb Pferdestärken. Die Ausmaße der Ape 50 sind beschaulich: 2,52 Meter in der Länge, 1,25 Meter in der Breite und 1,53 Meter in der Höhe. Mit ihrem Wendekreis von 4,80 Metern ist die Ape ihren größeren Artgenossen gegenüber klar im Vorteil. Auf der Ladefläche der Ape 50 dürfen bis zu 200 km Lasten untergebracht werden, auf der der Ape Tm immerhin 700 kg. Der Fahrer sitzt vor allem Unbill des Wetters geschützt im Innenraum, der allerdings recht klein ist. Die Ape ist schließlich nur ein Einsitzer und für Personen ab 190 cm Größe wird es schon recht kritisch. Die übliche Ape 50 erreicht etwa 40 km/h. Schlitzohren bauen in sie einen 85 cm³ Kessel ein, was zwar nicht ganz legal ist, aber doch meist unbemerkt bleibt. So getunt erreicht sie immerhin 50-55 km/h. Die Ape ist nicht gerade leise, sie rattert ordentlich durch die Gegend, so wie der Italiener es liebt. Auch im Innenraum ist man vor diesem Geräuschpegel kaum geschützt, da hilft nur ein ordentliches Radio, um den Schallquelle etwas zu verlagern. Die Anschaffung kostet ca. 4000-5000 €. Bedenkt man die geringen Unterhaltskosten, ist das sicherlich eine lohnende Investition. Dazu kommt, dass die Ape beinahe unverwüstlich scheint, sie rollt und rollt und rollt. Gebrauchte Ape sind daher kaum zu bekommen, wer sie einmal hat, den begleitet sie ein Leben lang. ........................................................
3 -Rad Treffen und Veranstaltungen und Berichte
........................................................
Bericht vom ersten Treffen für Dreiräder bei Guido Roesseler
auf der Straussenfarm im Dreiländereck
22. bis 25. Mai 2008
Erstes Dreiländertreffen für Dreiradfahrer – Auch ein Tuk Tuk war dabei Mit der Piaggio Ape auf großer Reise
Von Roger Braem, Hombourg
In den letzten Tagen ist in der Gegend so manch einem eine Kolonne von kleinen Fahrzeugen aufgefallen, die meist nur aus Filmen oder aus dem Italienurlaub bekannt sind: die Ape des italienischen Herstellers Piaggio, der dieses Fahrzeug 1947 auf den Markt brachte. Bei der Ape handelt es sich um einen Kleintransporter mit drei Rädern, eines vorne und zwei hinten, kurz gesagt um ein Motorrad mit Fahrerkabine und Ladefläche. Guido Roesseler aus Hombourg, dessen Ehefrau die Straußenfarm Gensterbloem betreibt, ist begeisterter Dreiradfahrer und kann trotz seiner Behinderung und dank seiner Ape, mobil bleiben und seine Ehefrau bei der Arbeit unterstützen. Retrolook Seine Ape im Retrolook ist mit einem Motorradlenker ausgerüstet, an dem sich auch die Schaltung befindet, so dass ihm seine Gehbehinderung beim Fahren keine Probleme bereitet. Mit dem Kleintransporter, dessen Aufbau in Eigenleistung angefertigt wurde, kann Roesseler die regionalen Märkte mit Straußenfleisch, Eiern, Federn und anderen Produkten der Farm beliefern. Die Farm neben dem amerikanischen Friedhof ist übrigens mit 24 Zuchttieren die zweitgrößte Belgiens. Jährlich schlüpfen dort über 220 Küken, die – wie weitere Bruteier – europaweit verkauft werden. Nun hatte Guido Roesseler vom 22. bis 25. Mai zum ersten Treffen für Dreiräder im Dreiländereck geladen. An die 20 Dreiradbegeisterte waren für vier Tage zur Straußenfarm angereist und erlebten einige interessante Tage bei Ausflügen und Fachsimpelei am abendlichen Lagerfeuer. So wurde am Freitag das Schokoladenmuseum Jacques in Eupen besucht. Am Samstag trafen wir die Dreiradfahrer beim Ausflug zum Dreiländerpunkt. Klaus Bootz war mit seiner Ape 50 aus Erftstadt angereist. Der Malermeister benutzt sein Dreirad täglich zu beruflichen Zwecken und nimmt an den Wochenenden gerne an derartigen Treffen teil. Auch ein Krankenfahrstuhl aus DDR-Zeiten war zu bestaunen. Der Zweisitzer von 1987 ist mit einem Duo Simson-Motor bestückt. Mit 415 Kilometern hatte Detlef Berg aus Neudenau bei Heilbronn die weiteste Anfahrt. »Pikatschu« »Ich fahre über Landstraßen und genieße dabei die Landschaft«, war der Ape-Freak mit dem Besuch in Belgien sehr zufrieden. Sein Fahrzeug hat er übrigens auf den Namen »Pikatschu« getauft, da ein Freund auf einer zünftigen Geburtstagsfete den Namen Piaggio nicht mehr richtig auszusprechen im Stande war. Fernfahrer Ady Ohles aus Medell hat sich seine Ape 50 aus Verona mitgebracht und selbst in eine Kipperversion umgebaut. Joseph Brandt aus Kelmis hat seine Ape TM vor drei Jahren bei Moto Köttgen in Eynatten gekauft und gebraucht das Dreirad für alle anfallenden Transporte. Das Fahrzeug kann bis zu 750 kg beladen werden. Michael Petersen aus Offenbach am Main hat seine Biene – Ape heißt auf italienisch Biene – zum Wohnmobil mit Bett und sogar Stromanschluss umgebaut. »Mir gefällt das Treffen hier in Belgien ausgesprochen gut. Ich lerne neue Leute kennen und treffe alte Freunde«, freute sich der Hesse auf eine Neuauflage dieser Veranstaltung. Auch Günter Thiessen aus Erbach im Odenwald hat seine Ape zum Wohnmobil in zig Arbeitsstunden umgebaut. Für den Neueinsteiger war es das zweite Treffen dieser Art. Jürgen Behrens aus Traunstein war mit seinem aus Thailand importierten Tuk Tuk angereist. Das Dreirad hat einen 28 PS starken Daihatsu-Motor und bringt 90 km/h auf die Straße. Neuauflage Harald Berghoff aus Bingen hat eine Internetseite mit allen möglichen Reparaturen an der Ape eingerichtet, damit jeder Liebhaber weiß, was wo zu schrauben ist. Seine rote Ape ist mit vielen Chromteilen verziert. Nach dem Ausflug am Samstag ging es zum gemütlichen Beisammensein zur Straußenfarm zurück und am Sonntag machten sich die Teilnehmer, nach dem Frühstück, auf den Heimweg. Guido Roesseler denkt auf jeden Fall daran, dieses Treffen, vielleicht schon im kommenden Jahr, zu wiederholen.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||